Ramon Roselly: Ein Blick hinter die Kulissen der Schlagerbranche - "Es ist ein Haifischbecken"

Der Schlagersänger hat sich seit seinem Triumph bei "Deutschland sucht den Superstar" einen festen Platz in der Schlagerbranche erarbeitet. Doch trotz seiner beeindruckenden Erfolge hat er eine kritische Sicht auf die Industrie.

Im Jahr 2020 erlebte Ramon Roselly (30) eine entscheidende Wendung in seinem Leben: Er gewann den begehrten Titel bei DSDS und fand sein musikalisches Zuhause im Schlager. Seitdem hat er drei Alben veröffentlicht, die allesamt die Top-20 der deutschen, österreichischen und Schweizer Charts erreichten. Trotz dieser beeindruckenden Erfolge betont Ramon, dass der Weg an die Spitze der Schlagerwelt nicht einfach ist.

Während des "Film Tenniscup Munich 2024" sprach er in einem Interview mit "Promipool" offen über die Herausforderungen in der Schlagerbranche und bezeichnete sie als "Haifischbecken".

Die Schlagermusik hat in den letzten Jahren kommerziell stark zugelegt, was zu einem intensiven Wettbewerb geführt hat. Ramon, der einst als Zirkusartist arbeitete, erklärte: "Es gibt sehr viele [Sänger] in dieser Branche und es ist sehr schnelllebig. [...] Wenn du die Zeit verpasst, mit etwas Neuem zu kommen, dann gibt es vielleicht jemand anderen, der diese Chance nutzt. Und dann bist du eventuell kurz weg und der andere ist da." Diese Aussage verdeutlicht den enormen Druck, dem Künstler in der Schlagerwelt ausgesetzt sind.

Trotz des harten Konkurrenzkampfes hat Ramon Roselly nicht die Absicht, die Schlagerbranche zu verlassen. Er ist stolz auf das, was er bisher erreicht hat, und zeigt sich demütig gegenüber seinem Erfolg: "Ich habe das riesengroße Glück, dass ich seit vier Jahren da bin und nicht weg bin. [...] Darauf bin ich sehr stolz und auch glücklich darüber."

Der DSDS-Star hat auch weiterhin große Pläne. In wenigen Monaten wird er sogar auf einem anderen Kontinent auftreten. "Im September bin ich mit Semino Rossi in Argentinien. Wir spielen ein großes Konzert zusammen. [...] Er hat mich angerufen und gefragt und ich habe sofort 'Ja' gesagt." Dieses Konzert bietet ihm die Gelegenheit, auch außerhalb des deutschsprachigen Raums neue Fans zu gewinnen.

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