Roger Whittaker: Die Wahrheit über die Schlager-Legende – Seine Tochter erinnert sich an bewegende Momente

Die sanfte Stimme von Roger Whittaker verstummte 2023 für immer. Der Schlagerstar starb im Alter von 87 Jahren, doch erst jetzt spricht seine Tochter Jessica exklusiv darüber, wie ihr Vater wirklich war und welche letzten Worte er an sie richtete.

Jessica klärt über eine Fehlinformation auf: „Mein Papa ist bereits am 12. September gestorben, nicht wie immer berichtet einen Tag später.“ Ihre letzte Begegnung mit ihm fand zwei Tage vorher in einem Krankenhaus nahe Toulouse in Frankreich statt. „Sein Motto war: ‚Wir werden allein geboren und wir sterben allein.‘“, erzählte sie. In der Klinik habe er zu ihr gesagt: „Es ist Zeit für dich zu gehen, Jess. Wir sterben allein, vergiss das nicht.“ Sie verabschiedete sich unter Tränen und verließ das Zimmer, als er ihr mit dröhnender Stimme hinterherrief: „Ich liebe dich!“ Jessica rief zurück: „Ich liebe dich auch, Dad.“ Sie wusste, dass sie nicht zurückkehren konnte, um den Stolz ihres Vaters zu bewahren, der niemals Schwäche zeigen wollte – selbst im Tod.

Die genaue Todesursache von Roger Whittaker bleibt bis heute ein Familiengeheimnis. „Er hat den Kampf gegen die Krankheit verloren, den er seit einiger Zeit stoisch geführt hat“, erklärt Jessica. Es ist bekannt, dass der Sänger einen Schlaganfall erlitten hatte. „Ich möchte meinen Vater als ein kenianisches Kraftpaket in Erinnerung behalten, der die Herzen der Menschen mit Liebe erfüllte“, so seine Tochter.

Für seine Ehefrau Natalie war der Tod von Roger ein schwerer Schlag. „Sie wollte zunächst nicht weiterleben. Denn Mum hat ihr Leben Dad gewidmet. Die meisten seiner Lieder wurden von ihr inspiriert“, berichtet Jessica. „Sie waren wie Schwäne und lebten füreinander.“ Heute lebt Natalie in einem Pflegeheim in der Nähe von Jessica in der englischen Grafschaft Kent. Mutter und Tochter sprechen jeden Tag über Roger, um ihn in ihren Erinnerungen lebendig zu halten.

Roger Whittaker hatte in seinem Leben viele Begegnungen mit Musiklegenden. Stars wie Harry Belafonte, Bob Dylan und Elton John waren regelmäßige Gäste im Hause Whittaker. Ein besonderes Highlight war der Anruf von Elvis Presley, der um die Erlaubnis bat, den Song „The Last Farewell“ aufnehmen zu dürfen. Roger gab dem „King of Rock ’n’ Roll“ natürlich die Genehmigung. Doch seine Tochter Jessica, damals noch jung, interessierte sich kaum für die prominenten Gäste: „Ich hörte Wham! und war nicht im Geringsten daran interessiert.“

Obwohl er oft als freundlicher Entertainer wahrgenommen wurde, war Roger Whittaker ein Mann mit Tiefgang. Besonders in Deutschland hatte er zahlreiche Verehrerinnen, die ihm oft ihre Liebe gestanden – sogar vor seiner Tochter Jessica. Doch Roger blieb stets ein Gentleman, und seine Frau Natalie war von ihrer Ehe so überzeugt, dass sie damit kein Problem hatte.

Mit 17 nahm Jessica drei Lieder mit ihrem Vater auf, darunter „A Perfect Day“. „Zuerst habe ich mich geweigert, weil es sehr kitschig war. Aber meine Mutter bat mich: ‚Nimm es einfach für deinen Vater auf.‘ Also tat ich es, um ihn glücklich zu machen.“ Ihr persönlicher Lieblingssong von ihm ist jedoch der Antikriegssong „I Don’t Believe in If Anymore“. „Für mich repräsentiert es ihn besser als alle seine anderen Hits“, sagt Jessica. „Mein Vater war in der Armee, er hatte den Krieg gesehen und war nicht die unbeschwerte Person, als die ihn alle sahen. Er nahm die Dinge sehr ernst.“

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