Roland Kaiser und das Gendern:,,Es gibt mehr als Mann und Frau. Punkt.“

Schlagersänger Roland Kaiser hat eine eindeutige Haltung zum Gendern und der Evolution der Sprache. Und zwar:,,Es gibt mehr als Mann und Frau. Punkt.“ Er sagt: „Menschen sind offensichtlich vielschichtiger und haben entsprechend vielschichtige Gefühle und Bedürfnisse – und die müssen wir zulassen. Auch sprachlich.“ Dass sich Sprache wandelt, sei kein Problem, sondern Teil der Entwicklung.

„Ich bevorzuge den Ausdruck Künstlerinnen und Künstler anstatt der gegenderten Version. Dauert etwas länger, finde ich aber schöner. Und ich bleibe trotzdem innerhalb des Toleranzrahmens.“ Er betont, dass man sich in einer sich wandelnden Gesellschaft sprachlich auch neu orientieren müsse. Die alte Sprache? Liegt in der Vergangenheit. Und das ist okay.

Für Kaiser geht es nicht nur um Gendern, sondern um etwas Grundlegendes: Respekt. Und den vermisst er zunehmend in der Gesellschaft – von Familien über Beziehungen bis hin zur großen Politik. Er sagt: „Ich war immer überzeugt, dass die Freiheit eines Menschen dort endet, wo die Freiheit eines anderen beginnt.“ Warum also sollte es ihn stören, wenn sich jemand anders identifiziert? „Ist mir doch egal.“ Jeder Jeck ist anders – Ende des Berichts.

Laut Kaiser fehlt es zunehmend an Toleranz für andere Meinungen und Lebensweisen. Statt Akzeptanz gebe es immer mehr Spaltung. Der Sänger ruft dazu auf, wieder zu lernen, Respekt zu zeigen – auch gegenüber Andersdenkenden. Ob beim Gendern oder in der gesellschaftlichen Debatte: Verständnis füreinander statt Abgrenzung ist sein Appell.

Die Frage, die man sich nun stellt, ist, wie die Fans von ihm darauf reagieren. Dass es zu diesem Thema viele verschiedene Meinungen gibt, ist unbestreitbar. Auch wir als Presseportal sind sehr offen und neutral, doch auch wir fragen uns: Ist es eine natürliche Entwicklung der Sprache oder wird sie uns vorgegeben?

Das Wichtigste dabei ist, dass jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sonstigen Merkmalen, lieben kann, wen er will, und glücklich werden soll. Aber bitte – es gibt nur zwei Geschlechter. Oder was sagt ihr dazu?

© Berliner Kurier