25-JAHRE-FESTE-SHOWS: DAS GROSSE WIEDERSEHEN

Unter dem Motto „25-Jahre-Feste-Shows: Das große Wiedersehen“ lud Florian Silbereisen am 7. Oktober 2019 zur Aufzeichnung in die Media City in Leipzig.

Bereits im Vorfeld wurden hochkarätige Gäste angekündigt und die Zuschauer, die live dabei waren, wurden nicht enttäuscht.

Mit ein wenig Verspätung, aber mit spürbar großer Vorfreude und voller Energie betrat Florian Silbereisen als Gastgeber des Abends die Bühne. Er meinte bereits zu Beginn, dass er das Ganze in der Sommerpause vermisst habe und versprach, dass heute wenig geredet werden wird. Diesem Motto blieb er auch den gesamten Abend treu. Es standen vielmehr die Rückblicke auf die vergangenen 25 Jahre Feste-Shows und die Musik im Vordergrund.

Die Jubiläums-Show begann mit einer Band aus Österreich - Die Draufgänger -, die eine gewisse Cordula Grün besangen. Schon hier war die Stimmung fantastisch und im Laufe des Abends sollte sie noch des Öfteren ihren Höhepunkt erreichen.

Weiter ging es mit einem Duett zwischen Stefan Mross und seiner Liebsten Anna-Carina Woitschack und auch das „Baby“ war bei dem Besuch des Grand Prix der Volksmusik-Siegers von 1989 wieder mit dabei.

Die Schlager-Newcomer Giovanni Zarrella und Sonia Liebing durften in dieser Jubiläums-Show genauso wenig fehlen wie Künstler, die schon seit vielen Jahrzehnten im Geschäft sind. Zu diesen gehören Olaf (Olaf Malolepski) und die Schwestern Anita & Alexandra Hofmann.

Bei den Wiesn-Hits wird sich an diesem Abend die Klinke in die Hand gegeben. Neben dem abgelösten letztjährigen Hit darf natürlich auch der frischgekürte Wiesn-Hit 2019 von den Jungs von Voxxclub nicht fehlen, bei dem eine Kuh namens Anneliese die Hauptrolle spielt.

Neben vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern hatte auch Eloy de Jong seinen ersten Schlager-Auftritt in einer Feste-Show, so dass er an diesem Abend den Titel performen durfte, der zweifelsohne sein Leben veränderte und mit dem alles begann.

Um an die Ursprünge der Feste-Shows zu erinnern, waren mit den Die Wildecker Herzbuben und den Kastelruther Spatzen auch Gäste des volkstümlichen Schlagers vertreten, die ihre größten Hits zum besten gaben und damit zum Schunkeln einluden.

Durch die Auftritte von Jürgen Drews und MICKIE KRAUSE schwebte an diesem Abend ebenfalls ein Hauch von Mallorca über Leipzig.

Auch die Band Feuerherz durfte an diesem Abend nicht fehlen. Die Jungs zeigten wieder einmal, wie gut Gesang und Tanz verbunden werden können und legten eine „heiße Sohle aufs Parkett“.

Ein weiterer Gast war Semino Rossi. Dieser hatte seinen ersten Auftritt mit 41 Jahren bei der Frühlings-Show am 7. Februar 2004, welche gleichzeitig das Debüt des damals 22-jährigen Florian Silbereisens als Showmaster war. Beide unterstrichen, dass sie dadurch viel verbindet und so gab es neben seinem Solo-Auftritt auch noch ein gemeinsames Lied.

ANDY BORG brachte "seine" Sarah mit und bewies anschließend wieder einmal seinen Humor und so hatte auch das Publikum bei einer speziellen Einlage mit Kinderwagen seinen Spaß und kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

An diesem Abend boten Florian Silbereisen, Jan Smit und Christoff von Klubbb3 über den inzwischen allseits bekannten und beliebten Sirtaki bis hin zur Polonaise, die durch das Studio bis nach Paris führte, alles auf und sorgten damit für eine großartige Stimmung und Selfie-Alarm. Selbst die Liebhaber von Konfetti kamen auf ihre Kosten und so wurde auch nach dem Ende des letzten Liedes der drei Jungs noch kräftig weitergesungen.

Ruhigere Töne wurden von Maximilian Arland und Uta Bresan angeschlagen, die ein Duett sangen.

Für einen weiteren emotionalen und besonderen Moment sorgte Florian Silbereisen, als er auf den Stufen sitzend im Kerzenschein ein Lied von Mireille Mathieu sang, der er viel zu verdanken hat, weil sie bereits in seinen Anfängen als eine der Wenigen an ihn glaubte.

Seit seinem ersten Auftritt in einer Feste-Show 2017 legte Ben Zucker eine steile Karriere hin, so dass er auch bei der Jubiläumssendung dabei war. Stellvertretend für die vergangenen 25 Jahre wurde sein Hit „Was für eine geile Zeit“ performt, bei dem das gesamte Publikum lautstark mitsang und dadurch für ein weiteres Highlight mit Gänsehautmoment sorgte.

Am Ende wurde es noch einmal emotional, als alle Künstler Karel Gott gedachten, der an diesem Abend ursprünglich auch als Gast vorgesehen war, aber leider am 1. Oktober diese Welt verlassen hat.

Ich muss zugeben, dass ich zuerst ein wenig skeptisch war, als ich die Gästeliste in Verbindung mit dem Titel der Show gelesen habe, aber auch ich kann mich irren und ich wurde an diesem Abend tatsächlich eines Besseren belehrt.

Mit der Auswahl der Gäste haben Florian Silbereisen, Michael Jürgens und sein Team wieder einmal voll ins Schwarze getroffen. Es war eine bunte Mischung aus bereits seit längerer Zeit etablierten Stars und „Neuentdeckungen“, sog. „Newcomern“. Zugleich war es eine breite Facette an Schlagern, die zum Mitsingen und Mittanzen anregten über volkstümliche Musik bis hin zu ruhigen und gefühlvollen Nummern.

Selbst die Moderationen zwischen den verschiedenen Interpretinnen und Interpreten waren mit Bedacht gewählt und gaben gelegentlich auch Einblicke in die Gefühlswelt.

Auch wenn Showgrößen wie Mireille Mathieu, Carolin Reiber und Margot Hellwig - genauso wie die bereits Verstorbenen Siegfried Rauch, Maria Hellwig und Dieter-Thomas Heck - oder Brings leider nicht persönlich anwesend sein konnten, so waren sie dennoch durch die Einspiel-Filme ein Teil dieser Jubiläumssendung.

Die eingebauten Rückblicke auf 25 Jahre Feste-Shows haben einige Erinnerungen wieder hervorgerufen und einen auch das eine oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht.

Zusätzlich gab es auch die eine oder andere Überraschung.

Wer neugierig geworden ist, sollte sich die Ausstrahlung am

Samstag, den 26. Oktober 2019 um 20:15 Uhr im MDR - MDR - Mitteldeutscher Rundfunk und NDR - Norddeutscher Rundfunk

nicht entgehen lassen.

Alles in Allem war es eine würdige Jubiläums-Show und sowohl Florian Silbereisen, als auch sein Team haben ein passendes Konzept erarbeitet und präsentiert. Positiv hervorzuheben ist weiterhin die Publikumsnähe, die von Anfang bis Ende vorhanden war und somit war jeder - egal, wo er oder sie stand - verteilt über den Abend immer mal wieder mittendrin im Geschehen.

Ein Satz von Andy Borg blieb mir sinngemäß im Gedächtnis: Es kommt nicht darauf an, wie groß das Publikum ist, sondern darauf, dass es aus den richtigen Menschen besteht.

Ich habe das Gefühl, dass wir dies an diesem Abend beweisen konnten.

Ein Beitrag von Sabrina Socher.

Fotos: © Sabrina Socher