Eric Philippi spricht offen über seine Panikattacken
Der Schlagerstar hat in einem bewegenden Interview offen über seine psychischen Probleme gesprochen. Er litt über längere Zeit unter schweren Panikattacken und Angstzuständen, die ihn schließlich zu einer radikalen Entscheidung zwangen: Anfang 2024 begab er sich in eine Klinik – und spricht nun öffentlich über diesen mutigen Schritt.
Schon länger kämpfte Eric Philippi mit einem psychosomatischen Leiden, das ihn zunehmend in seinem Alltag und bei Auftritten einschränkte. „Ich konnte nicht mehr am normalen Leben teilnehmen“, gesteht er offen.
Besonders schwer traf es ihn bei seinen letzten Konzerten vor der Klinik. Der Druck wurde zu groß, das Gefühl, ständig ohnmächtig zu werden, zu präsent: „Ich konnte gar nicht mehr allein unterwegs sein. Ich sagte: Ich kann nicht mehr. Ich höre auf.“
Seine Entscheidung, sich professionelle Hilfe zu suchen, bezeichnet Eric Philippi rückblickend als richtigen Wendepunkt: „Ich wünschte, ich hätte das schon viel früher gemacht.“ Besonders wichtig war ihm dabei der Beistand seiner Partnerin Michelle: „Tanja hat mich regelmäßig besucht. Ihre Unterstützung hat mir Kraft gegeben.“
Seine psychischen Probleme verstärkten sich nach dem Umzug nach Berlin. Der Sänger, der in einer behüteten Familie im Saarland aufwuchs, sah sich plötzlich mit Einsamkeit und einem hektischen Großstadtleben konfrontiert. „Ich fing an, Ängste zu entwickeln: Hypochondrie, übermäßige Sensibilität. Bei jedem Wehwehchen dachte ich, ich sterbe.“ Eric Philippi schildert eindrucksvoll, wie sich eine Panikattacke anfühlt: „Schwitzige Hände, ein Puls von 150, Atemnot, das Gefühl, gleich tot umzufallen. Es kribbelt in der Hand, du denkst, du hast einen Schlaganfall.“
Heute geht es dem Sänger deutlich besser. Er hat sich neu kennengelernt, eigene Grenzen akzeptiert und Kraft aus der Musik geschöpft. Mit Michelle an seiner Seite blickt Eric Philippi nun optimistisch in die Zukunft – und zeigt, dass psychische Gesundheit auch im Schlager kein Tabuthema mehr sein darf.
© Getty Images

