Eine Bühne für die Erinnerung: Stars ehren Achim Mentzel

✍️ Geschrieben von Denny Schönemann

Es gibt Menschen, die bleiben – auch wenn sie längst nicht mehr unter uns sind. In einer Welt, in der alles immer schneller geht, ist es etwas ganz Besonderes, wenn sich jemand die Zeit nimmt, echte Erinnerungen wachzuhalten. Genau das passiert am 18. Juli 2026 in Gallinchen (Brandenburg), wenn die große Gala zu Ehren von Achim Mentzel stattfindet – ein emotionales Tribute zu seinem 80. Geburtstag.

Mentzel, der 2016 im Alter von 69 Jahren verstarb, war einer der prägenden Entertainer der DDR. Ein echtes Original – mal laut, mal herzlich, mal chaotisch, aber immer mit vollem Einsatz für sein Publikum. Ich durfte ihn persönlich kennenlernen, als ich selbst noch als Musiker aktiv war. Er war für jeden Spaß zu haben, konnte aber genauso seriös und professionell sein. Achim war eben einer, der sich jeder Bühne anpasste – aber sich selbst dabei nie verlor.

Die Veranstaltung wird von seinem langjährigen Freund Hartmut Richter organisiert – ein Mann, dem es wichtig ist, dass Mentzels Lebenswerk nicht in Vergessenheit gerät. Moderiert wird die Gala von Linda Feller, die 2026 selbst ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum feiert, und von Uwe Jensen. Beide kannten Achim persönlich – und wollen dem Publikum einen würdigen, ehrlichen und fröhlichen Abend bieten.

Die Gästeliste liest sich wie ein Fest der ostdeutschen Musikgeschichte: Regina Thoss, Dagmar Frederic, Gerd Christian, Hans-Jürgen Beyer – und als besonderer Überraschungsgast wird Angelika Mann auftreten, die als Kind mit Achim Mentzel im Sandkasten spielte.

Ein emotionales Highlight des Abends: die posthume Verleihung der „Goldenen Henne“ an Achim Mentzel – als späte, aber mehr als verdiente Anerkennung für seine jahrzehntelange Arbeit als Musiker, Moderator und Unterhalter.

Ganz persönlich verbinde ich mit Achim auch den Song „Ein Freund, der zu dir hält“, den er einst gemeinsam mit Uwe Jensen veröffentlichte – ein Stimmungstitel über Freundschaft und Zusammenhalt. Ich fand den Song so stark, dass ich ihn selbst einmal neu aufgenommen habe – gemeinsam mit dem Schweizer Sänger Rolf Wegmann. Wir haben ihn damals in Los Angeles sogar als Musikvideo neu verfilmt.

Linda Feller bringt es auf den Punkt: „Achim war ein Original – herzlich, laut, unverwechselbar. Diesen Abend machen wir für ihn.“

Und ich finde, genau das brauchen wir öfter: Abende, die nicht vergessen lassen. Veranstaltungen, die zeigen, wie viel jemand bewegt hat – und warum es sich lohnt, ihn in Erinnerung zu behalten.

Danke, Achim. Du fehlst. Aber du bleibst.