„Wie eine kleine Mafia“ – Roberto Blanco attackiert die Schlagerbranche

Der Sänger scheut sich nicht, klare Worte über die aktuellen Zustände in der Schlagerbranche zu finden. In einem aktuellen Interview erhebt der Entertainer schwere Vorwürfe gegen TV-Formate, Gagenpolitik und fehlende Chancen für Nachwuchskünstler.

Besonders die großen Primetime-Sendungen wie die von Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella stehen bei Roberto Blanco in der Kritik. Sie würden laut seiner Aussage immer dieselben Künstler präsentieren, „Wie eine kleine Mafia“ so Roberto Blanco. Namen wie Helene Fischer, Roland Kaiser oder Andrea Berg seien Dauergäste – neue Gesichter hätten kaum eine Chance.

„Alles tolle Leute, aber man sollte auch neuen Talenten eine Bühne bieten“, sagt Blanco im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. Er spricht von einer regelrechten Schlager-Monokultur, die auf Dauer die Kreativität und Dynamik der Branche gefährde.

Ein weiteres Thema, das Blanco Sorgen bereitet, sind die immer schlechter werdenden Honorare für Künstler. Während früher TV-Auftritte noch anständig bezahlt wurden, höre man heute oft Aussagen wie: „Wir haben ein neues Show-Konzept – es gibt keine Gage mehr.“

Für Roberto Blanco ist das ein Unding. Der erfahrene Musiker sieht darin eine klare Missachtung der Künstlerarbeit. „Ich lasse mich nicht mit einer Aufwandsentschädigung abspeisen“, so der Sänger – und lehnt Auftritte in Sendungen wie dem ZDF-Fernsehgarten bewusst ab.

Trotz der Missstände will sich Roberto Blanco nicht zurückziehen. Im Gegenteil: Der Entertainer plant bereits ein neues Album und war zuletzt sogar beim Parookaville-Festival 2025 zu sehen – ein Beweis dafür, wie breit er musikalisch aufgestellt ist.

Er fordert von der Branche: Mehr Respekt, mehr Gerechtigkeit, mehr Offenheit. Nur so könne der Schlager auch in Zukunft bestehen – nicht als Nische, sondern als vielfältiges Kulturgut.

© Cat