Nach Kritik von Howard Carpendale: Helene Fischer verteidigt ihren Showstil

Die Diskussion um den modernen Schlager geht weiter: Nachdem Howard Carpendale im vergangenen Jahr deutliche Kritik an Helene Fischer geäußert hatte, meldet sich die Sängerin nun erstmals selbst zu Wort. In einem Interview stellt sie klar, dass sie ihren Stil nicht ändern möchte – und weiterhin hinter ihren Shows und Bühnenoutfits steht.

Der erfahrene Schlagersänger hatte sich im Frühjahr 2025 kritisch über Fischers Shows geäußert. Zwar betonte er zunächst seine Wertschätzung für die Sängerin, doch anschließend wurde er deutlich.

Carpendale störte sich vor allem an dem starken Pop-Einfluss in ihren Produktionen sowie an den aufwendigen Bühneninszenierungen. Auch ihre Outfits seien seiner Meinung nach teilweise zu freizügig. Zudem vertrat er die Ansicht, dass der moderne Pop-Schlager das klassische Genre zunehmend verdränge.

Helene Fischer sieht die Kritik jedoch gelassen. In einem Interview erklärte sie, dass ihre Bühnenlooks und die moderne Showgestaltung bewusst Teil ihres künstlerischen Konzepts seien.

Sie betonte, dass sie sich auf der Bühne stark und selbstbewusst fühle. Ob ihre Auftritte als „zu sexy“ empfunden würden, spiele für sie keine entscheidende Rolle. Für Fischer gehört die visuelle Inszenierung ebenso zur Show wie die Musik selbst.

Außerdem vermutet die Sängerin, dass die Kritik teilweise auch von unterschiedlichen Perspektiven geprägt sein könnte.

Seit Jahren zählt Helene Fischer zu den erfolgreichsten Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre spektakulären Live-Shows orientieren sich an internationalen Popproduktionen und setzen auf große Bühnenbilder, Tanzchoreografien und moderne Sounds.

Mit diesem Konzept hat sie den Schlager in den vergangenen Jahren stark geprägt – und gleichzeitig neue Zielgruppen erreicht.

© PictureAlliance