Roland Kaiser über das Gendern: “Ich habe die Veränderung verstanden – aber es fällt mir nicht leicht”
Der Schlagersänger hat sich in einem aktuellen Interview mit offen zu einem gesellschaftlich viel diskutierten Thema geäußert: dem Gendern. Der 73-Jährige spricht über seine Haltung zu sprachlichen Veränderungen – und über die Herausforderungen, die damit einhergehen.
„Ich sage mittlerweile ganz selbstverständlich ‚Kolleginnen und Kollegen‘. Das ist ein Zeichen von Respekt“, erklärt Kaiser. Der Sprachwandel sei für ihn keine Bedrohung, sondern Ausdruck einer sich entwickelnden Gesellschaft. Trotzdem räumt er ein: „Die Gender-Pause geht mir nicht leicht über die Lippen.“ Für Songtexte sei diese Form seiner Meinung nach kaum praktikabel, aber: „Ich verstehe, worum es geht – es geht um Sichtbarkeit.“
Im Musikbereich ist das Thema Gendern ein besonders sensibles – gerade bei eingängigen Reimen und rhythmischer Sprache. Auch Kaiser sieht hier Grenzen: „Für meine Texte halte ich das nicht für praktikabel.“ Dennoch betont er die Bedeutung des Genders als „Instrument der Aufmerksamkeit“.
Neben sprachlichen Themen äußert sich Roland Kaiser auch besorgt über die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland. Angriffe auf Einsatzkräfte, Intoleranz im Alltag und ein wachsendes Klima der Verrohung bereiten ihm Sorgen:
„Werte, die wir über Jahrzehnte verteidigt haben, gehen verloren. Das darf nicht zur Normalität werden.“
Auch den medialen Umgang mit politischen Debatten sieht Kaiser kritisch: „Wenn Talkshows zum Schlagabtausch werden und Medien Streit inszenieren, fördert das ein Gegeneinander statt Zusammenhalt.“
Roland Kaiser zeigt in seinem Statement, dass Respekt, Offenheit und Haltung auch im Alter kein Widerspruch sind. Er positioniert sich klar: Für eine inklusive Sprache, aber ohne ideologischen Zwang. Für Debatten, aber ohne Eskalation. Für Werte, die verbinden – nicht spalten.
© Sven Mandel
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